Kindheitserinnerungen werden geweckt. Der kleine Maulwurf war eine meiner liebsten Episoden in der Sendung mit der Maus. Jetzt wird er 60. Zeichner und Erfinder Zdenek Miler stolperte im wahrsten Sinne des Wortes über die Idee, als er 1957 während eines Spaziergangs in einen Maulwurfhühel trat.

Lange fehlte mir die richtige Idee. Ich machte dann einen Spaziergang. Auf einer Wiese bin ich plötzlich über etwas gestolpert. Das war ein Maulwurfhügel. Ich habe gejubelt und mir gesagt. Ja das ist die Idee – ein Maulwurf.
Quelle: Deutschlandradio Kultur

Youtuberin Katherine hat zu Weihnachten ein Buch mit handgeschriebenen Rezepten ihrer Oma aus den 40er und 50er Jahren geschenkt bekommen. Es sind auch einige eingeklebte Ausschnitte aus Zeitschriften, mit Rezepten die damals angesagt waren. Ein interessantes Experiment, dass sehr deutlich macht, wie sich Trends und Neuigkeiten etablieren. Anschließend zu Gewohnheiten, dann durch Neues ersetzt werden und wieder verschwinden. Das ist im Kleiderschrank nicht anders, als in Sachen Ernährung und Kochen. Früher war nicht alles besser.

Tricks auf Fahrrädern sind nicht erst sein dem BMX in Mode, schon früher wurde das Zweirad gern für allerlei Spielereien genutzt. Typen auf Einrädern gab es auch schon, aber die waren keine 76 Jahre alt. Die absolut rudimentäre Form des Einrads aus den 50ern kommt noch hinzu. Ohne Schlauch und Mantel, einfach nur auf der Stahlfelge. Ob der Begriff Einrad für die originale Variante überhaupt zutrifft weiß ich nicht. Der ältere Herr ist Harry "Pop" Kramer (1875-1959), hier gibt es einen ausführlichen Artikel zu ihm.

Ägypten 1953. Präsident Gamal Abdel Nasser hält eine Rede vor dem Parlament (so sieht es zumindest aus). Er erzählt von einem Treffen, dass er kürzlich mit dem Kopf der Muslimbruderschaft hatte, um einen Weg bzw. Kompromisse für das gemeinsame zusammenleben zu finden. Die Muslimbruderschaft fordert das alle Frauen in der Öffentlichkeit die Tarha tragen müssten. Der Saal lacht zögerlich, man weiß nicht ganz, was man davon halten soll. Gamal Abdel Nasser fragte, wie er auf die Idee gekommen sei, da seine eigene Tochter die Medizin studierte, kein Kopftuch tragen würde. Warum solle Nasser diese Verordnung bei 10 Millionen Frauen durchsetzen wollen, wenn er es nichtmal bei seiner eigenen Tochter schafft. Der Saal liegt vor Lachen am Boden.

Bis in die späten 50er zog sich das Hamburger Gängeviertel zwischen Dammtorwall, Valentinskamp und Caffamacherreihe hin. Vermutlich auch noch weiter in Richtung Alster. Heute sind von den Hamburger Fachwerkhäusern nur sehr wenige übrig, die heute wiederum als Gängeviertel und den der angrenzende Bäckerbreitergang bekannt sind. Dieser Film zeigt Bilder, eines Hamburgs, das ich so noch nie gesehen habe. Schade eigentlich, das sah sehr schön aus und hätte gern bestehen bleiben dürfen. Aber die Margarine Union, heute übrigens Unilever, wollte dort gern ein Hochhaus bauen. PS: Das es dort eine Bordell-Strasse, sehr ähnlich der Herbertstrasse gab, ist mir ebenfalls total neu. Ich dachte, dass hätte sich schon immer um den Kiez herum orientiert.

Die Hansestadt Hamburg vor gut 60 Jahren. Ein wunderschönes Zeitdokument, dass unter anderem zeigt, wie Schellack Platten hergestellt werden, wie in der Speicherstadt (Vorsicht, sehr spitzes S an dieser Stelle!) die Schuten gelöscht werden und wie die S-Bahnen neuerdings mit Tageslicht Signalen fahren. Irgendwo zwischen Doku und Werbefilm, aber Dank der Sprecher ungemein sympathisch. Vor allem die Episode im Hafen ist großartig. -> Bald ist Feierabend. Schicht. Zeit das Deck aufzuklaren. Auch der Heizer kann jetzt mal Fofftein machen. Wer's verpasst hat, kann sich hier die Herberststrasse auf St. Pauli im Jahr 1963 ansehen. Hamburg-50er-Nachkriegszeit-5