Gerade beim Aufräumen / Entrümpeln einer dieser Schubladen habe ich mein erstes Smartphone gefunden. Das Qtek 9100 (könnte auch eine andere Nummer sein, ich bin nicht ganz sicher) war damals ziemlich heisser Scheiß in Sachen Gadgets. Smartphones standen noch ziemlich am Anfang, ich glaube etwa zur selben Zeit gab es auch den ersten Nokia Communicator.

Gerade habe ich mich noch über das Wort des Jahres lustig gemacht und schon scheint es der Smombie zu etablieren. Andererseits ist es nicht verwunderlich, dass überall auf der Welt Menschen in der Öffentlichkeit nur noch auf ihr Smartphone starren. Der Stockholmer Grafiker Jacob Sempler hat dem "Problem" ein Verkehrsschild gewidmet auf dem er mittels Piktogramm vor unaufmerksamen Passanten warnt. Die schwedische Polizei hat die Schilder anscheinend bereits gesichtet und toleriert diese. Sehr groß!

Die Omnipräsenz von Smartphones, Tablets und sonstigen Displays in unserem Alltag ist schon von mehreren Künstlern zu einem Motiv gemacht worden. Antoine Geiger aus Paris hat Menschen beobachtet, die sich während der Beschäftigung mit ihrem Telefon komplett von der Aussenwelt abschotten. Er visualisiert den Moment auf seine ganz eigene Art, die ich aber ziemlich treffend finde.

This work is called « SUR-FAKE » in reference to a previous project called « SUR-FACE». It [places] the screen as an object of 'mass subculture,' alienating the relation to our own body, and more generally to the physical world. I wanted to come back to the idea of these faked identities, over-exposed, sucked by the digital gulf that breaks the relation to ‘real’, to bring back a selffocused image of the individual. What interests me in this texture of sucked faces, is the the over-exposure gradually allows a very organic dimension, as well as digital, to render something quite disturbing. Some pictures are in a square format, reusing the standards of Instagram.

Eines der sinnvollsten Gadgets des Jahres (bisher) ist ohne Zweifel der WonderCube. Ein kleiner Würfel, zu befestigen am Schlüsselbund, der insgesamt 8 Funktionen für das Smartphone erfüllt. Ein Ladekabel, ein Micro SD Card Reader, eine Taschenlampe, ein Notfall-Strom Adapter undundund. Ein Schweizer Taschenmesser für's iPhone quasi. Für Android Geräte wird der WonderCube ebenfalls erscheinen.

Die Verknüpfung des Smartphones mit dem Fahrrad, auch "Connected Biking" genannt, ist prinzipiell nichts neues. Einen Fahrrad-Computer hatte ich schon als lütter Butschi am Lenker. Das erfolgreich abgeschlossene Projekt COBI aus Frankfurt hat die Idee aber sehr viel weiter gedacht. Das eigene Smartphone bildet den Kern des Systems, in dem natürlich eine Navigation integriert ist. Außerdem aber ein intelligentes Licht-System das vorn einen starken Scheinwerfer hat und hinten wie ein Bremslicht und Blinker funktioniert.