Seit Dismaland war es verhältnismäßig still um Banksy. Mit dem Walled of Hotel enthüllte er nun ein neues Riesenprojekt, dass seinesgleichen sucht. Mit direktem Blick auf die Mauer zu Israel, dem schlechtesten Ausblick der Welt, wirbt das völlig ernst gemeinte Hotel. Es ist kein PR Stunt oder ähnliches. Ab dem 11. März können Zimmer reserviert werden, es wird nur Sekunden dauern bis das Hotel ausgebucht ist.

In Bristol, Banksys Heimatstadt, wurde ein Gebäude der Bridge Farm Grundschule nach dem Street Artist benannt. Nun revanchierte er sich für die Ehre mit einem neuen Piece an der Wand eben dieses Hauses und legte auch einen Brief bei.

Dear Bridge Farm School, thanks for your letter and naming a house after me. Please have a picture, and if you don’t like it, feel free to add stuff. I’m sure the teachers won’t mind. Remember, it’s always easier to get forgiveness than permission. Much love, Banksy.

Mit seinem Gegenentwurf zu Disneyland hat Banksy ziemlich hohe Wellen geschlagen. Die Tickets für Dismaland werden wegen des hohen Andrangs nur noch limitiert verkauft, dieser neue Trailer dürfte die Begeisterung weiter anheizen.

Dismaland has opened last week at the Tropicana in Weston-Super-Mare, UK where several new works by Banksy are on display as well as pieces from more than 50 other artists. Dismal and os open to the public for £3 and will run through Sept 27th

Mit "Dismaland" ist Banksy so etwas wie ein Geniestreich, ein weiteres Meisterstück gelungen. Sein ganz eigener Freizeitpark als Gegenentwurf der Plastik-Welt von Disney. In Dismaland dürfen Flüchtlingsboote über einen Miniatur-Atlantik, vorbei an Leichen, gesteuert werden.

The UKs most disappointing new visitor attraction.
Wie von ihm gewohnt übt er fleißig Kritik an der Gesellschaft und hat sich für seinen Park sehr namhafte Unterstützer ins Boot geholt. Die Ausstellung wird nur für 5 Wochen laufen und ist bereits so begehrt, dass der online Ticketverkauf eingestellt wurde. Im Rahmenprogramm wird es unter anderem Shows von Run The Jewels und Massive attack geben.

Der brasilianische Creative Director Butcher Billy widmet sich den Klassikern von Banksy und interpretiert sie mit bekannten Cartoon Charakteren neu. Die Parodien hat er nun in seinem Malbuch für Erwachsene "Butcher Billy Bullies Banksy" veröffentlicht. Von Bugs Bunny, zu Tweety Bird, Roadrunner und Porky Pig hat er diverse Looney Tunes verbaut, aber auch die Flintstones sind dabei. Das Buch ist bei Behance erhältlich, eine kleine Vorschau und einige seiner Street Art Parodien findet ihr nach dem Klick.

Kürzlich war Banksy in Israel und ist von dort aus über verborgene Tunnel nach Gaza gereist um dort ein paar Pieces zu hinterlassen. Und da sich die Leute im Internet nur für Baby-Katzen interessieren, hat er eine auf die Wand eines zerstörten Hauses gemalt, um auf die Situation der Region aufmerksam zu machen.

Gaza is often described as ‘the world’s largest open air prison’ because no-one is allowed to enter or leave. But that seems a bit unfair to prisons – they don’t have their electricity and drinking water cut off randomly almost every day.

Das "Bomb Hugger" Stencil hat Banksy im Rahmen der "Urban Discipline" Ausstellung im Jahr 2002 gemacht. Die Arbeit findet sich in der Steinweg Passage (Hamburger Neustadt) und wurde vor zwei Jahren von einer privaten Stiftung mit einer Plexiglas-Scheibe geschützt. Manchen meinen, das sei der Gang von Street Art, andere finden's schade. Die SZ schreibt, eine Restauration des Pieces wäre geplant.

Banksys nicht ganz ernst gemeintem Dokumentarfilm "Exit Through the Gift Shop" läuft ab heute bei Arte in der Mediathek als Stream. Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte das wirklich nachholen, denn hier wird großartige Unterhaltung geboten. Viele Grüchte rankten sich seit Erscheinen des Films um die Protagonisten, richtig aufgeklärt wurde aber nie, soweit ich weiß. -> Der französische Hobbyfilmer Thierry Guetta wird zum Thema seines eigenen Dokumentarfilms, als er seinen Cousin beim Anbringen bunter Mosaike filmt, die dem Computerspiel Space Invaders nachempfunden sind, und dabei im Frühjahr 2006 zufällig den Street-Art-Künstler Banksy kennenlernt. Nun will er lieber eine Reportage über den legendären – seine wahre Identität verbergenden – Sprayer drehen. Denn der Graffiti-Künstler ist ein Phantom, nur wenige wissen, wer er wirklich ist. So verwundert es nicht, dass der Brite den Spieß umdreht und Guetta von seinem Vorhaben abbringt, die vermeintlich beste Street-Art-Dokumentation aller Zeiten zu drehen. Vielmehr überzeugt er ihn, die Perspektive zu wechseln und selbst als Künstler zu agieren. Unter dem selbst gewählten Pseudonym Mr. Brainwash fängt Guetta an, im großen Stil Kunst zu produzieren – Banksy unterstützt ihn dabei und filmt. Entstanden ist ein kurzweiliger und ironischer Film mit kritischen Seitenhieben auf Medien und Kommerz. exit_through_the_gift_shop-940x529

Endlich mal wieder Neues von Banksy. Nachdem es in diesem Jahr noch nicht allzuviel von ihm zu sehen gab, meldet er sich nun mit zwei neuen Pieces in England (Falkestone und Calcton-On-Sea) zurück. Wie fast immer, schön pointiert und auf den Kopf getroffen. Ich bin noch unschlüssig, welches mir besser gefällt, tendiere aber zu den rassistischen Tauben glaube ich. new-banksy