Der interessanteste Film, der heute anläuft, ist aus meiner Sicht „La Lisière“ von Géraldine Bajard; ein unkonventionelles Arthouse-Drama, welches ebenso begeisterte, ratlose und völlig verärgerte Rezipienten zurücklassen wird. Ich bin eben ein bisschen die Kritiken durchgegangen und wenn ein Film so unterschiedliche Positionen provoziert, habe ich das Gefühlt wenigstens keinen uninspirierten Einheitsbrei vorgesetzt zu bekommen. Dann lieber ein furioses Gelingen für den einen und ein fulminantes Scheitern für den anderen.

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Hier mal ein Review-Spiegel…

„La Lisière transportiert eine tief sitzende Verunsicherung über den Zustand des eigenen angeblichen Glücks, ohne auch nur eine einzige These auszusprechen. Insofern gibt es nichts, – „Hä?“ hin oder her – was man „verstehen“ muss, um diesen Film zu genießen.“ critic.de

„In ihrem Debütfilm „La Lisière – Am Waldrand“ versteigt sich die französische Regisseurin Géraldine Bajard in jene Art von Kino, wobei man ihr die Mühe, einen betont kunstvollen Film vorzulegen, der in keinerlei Hinsicht einfach sein will, allzu sehr anmerkt. Herausgekommen ist ein Arthouse-Drama voller unbeantworteter Fragen, das sich im Grunde selbst überflüssig macht.“ Filmstarts

„Bajard zwingt den Zuschauer, sich selbst als naiv und allzu selbstgewiss zu erkennen, ein verlorenes Kind „am Waldrand“. Verspielt. Rien ne va plus. Gewonnen hat Géraldine Bajard. Ihre erste Partie Regie – ein bravouröser Sieg! Der Zuschauer zittert. Keiner ahnte, was geschehen würde.“ Kinozeit

„Spröde und zäh erzähltes Psychodrama, das so sehr auf Kunst machen will, dass es dabei sogar vergisst, eine grundlegend nachvollziehbare Erzählstruktur zu etablieren.“ Moviemaze

„Verglichen mit La Lisière bekommt man selbst noch bei Haneke-Filmen wie Bennys Video vor Aufregung einen Herzinfarkt. Ganz besonders bedauerlich ist übrigens die Humorlosigkeit von La Lisière, denn hätte man hier nicht auf jegliches Gran Witz oder Ironie verzichtet, hätte das Konzept vielleicht sogar noch gerade aufgehen können.“ Schnitt

Für unsere ganzen Cinephilen ist die Doku „Godard trifft Truffaut – Deux de la Vague“ über die beiden Novelle Vague Brüder Truffaut und Godard sicherlich interessant.

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Sehr gespannt darf man dann auch von dem „Hau drauf“-Blockbuster „Thor“ aus dem Hause Marvel sein, der von Shakespear Experte Kenneth Branagh inszeniert wurde. Es bleibt zu wünschen, dass hier Comic-Pulp und feingeistiges Drama irgendwie eine akzeptables Gleichgewicht finden.

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