Roy Ayers war mir persönlich relativ lang ein Mysterium. Erst vor einigen Jahren begann ich mich für seinen Musik zu interessieren und musste erkennnen, dass ich viele Tunes bereits kannte. Aber eben nur in Fragmenten. "We Live In Brooklyn" war mir bis dahin schon unzählige Male in den Tunes von Smiff'n Wessum, Black Moon, Mos Def und vielen anderen über den Weg gelaufen. Von "Everybody Loves The Sunshine" ganz zu schweigen. Anthony Valadez vom Radiosender KCRW aus Santa Monica hat sich der Legende angenommen und Roy Ayers einen Mix namens "Homage" gewidmet. Sehr gut selektierte, samplende Tracks treffen auf die Originale. Versüßt mir den Montag Morgen und bringt sanft in die neue Woche. Gefällt mir gut. Ach so, den Download gibt's auch noch. Nice! Homage - Roy Ayers mixed by Anthony Valadez by ArtDontSleep Die Tracklist gibt's nach dem Klick.

Jazz. Gerne mal das große Missverständnis. Selten nähert man sich dem Thema derart offen und stilistisch vielseitig wie beim an diesem Wochenende anstehenden ÜBERJAZZ Festival auf Kampnagel. Neben Jazz Artists jeglicher Coleur bereichern hier jede Menge Grenzgänger, denen Genrebezeichnungen völlig schnurz sind, ein mächtig pralles Programm. 32 Artists an 3 Tagen auf 4 Bühnen. Highlights: Chef-Entertainer Chilly Gonzales, der als einer der Headliner in Begleitung eines Streichquartetts sein Orchester-Rap-Album "The Unspeakable..." präsentiert. Beim Robert Glasper Experiment, deren Mitglieder in einer Tour mit allen von Q-tip oder Mos Def über Common bis Erykah und Bilal kooperieren, trifft Herbie Hancock auf J Dilla. Dann sind da Geschichten wie das Vijay Iyer Trio aus Brooklyn, unter zeitgenössischen Jazzfreunden hoch im Kurs, kriegt das jenseits dieser Welt kaum wer mit. Dabei bringen die u.a. so Scherze wie eine schwer bouncende Piano Trio Version von M.I.A.'s "Galang". Analog und Digital sagen sich guten Tag wenn der Pianist Bugge Wesseltoft auf den House und Techno Producer Henrik Schwarz trifft oder Elektronik Legende Moritz von Oswald erstmalig mit dem Trompeter und Keyboarder Studnitzky auftrifft. Ein großes Stück Historie bringt Jazzlegende McCoy Tyner, der den Saxophonisten Chris Potter und Gilles Peterson Darling Jose James zu seinem Trio bittet, um das nicht minder legendäre Impulse Album"John Coltrane/Johnny Hartman" wieder auferstehen zu lassen. Und das ist noch lang nicht alles, das komplette Programm gibts hier: www.ueberjazz.com Zu diesem Jazz-Spektakel verlosen wir noch 2x2 Tages-Tickets für Kurz-Entschlossene. Es zählen alle Kommentare hier und auf Facebook, bis heute 16.00. Also haltet euch ran, das ist mal ein echtes Leckerli und sollte nicht verpasst werden! Die Puppe aus dem Artwork kommt übrigens mal wieder von der großartigen Jules Wenzel. Einige Live-Auftritte und Clips der Künstler gibt's nach dem Klick.