Künstler Simon Beck würde vermutlich mit Links den Fuelband Rekord in die Tasche stecken. Ursprünglich wollte er schlicht in Bewegung bleiben und suchte einen tauglichen Sport. Statt am Berg zu wandern, stapft er dort nun Fußstapfen in den Schnee und lässt riesige Murals entstehen. Dabei reisst er locker 5000 Schritte pro Stunde ab und kommt so im Laufe eines Tages am Berg auf seine 40.000 Schritte. Und es sieht auch noch super aus. Wow.

Zumindest einige der Passagiere haben geahnt, was passiert, sonst hätten sie wohl kaum das Telefon gezückt. Das es eine solche Lawine werden würde, haben sie vielleicht nicht erwartet. Vielleicht saß aber auch der Lokführer in seiner Kabine und hat sich so kaputt gelacht, wie die Arschlöcher die durch Pfützen neben Fußgängern heizen.

Wenn in Hamburg mal 3 Zentimeter Schnee fallen, sprechen wir von offiziellem Verkehrschaos. Alles fährt nur noch Schritttempo, pro Ampelphase schafft es ein Auto. Die Kanadier sollten damit sehr viel mehr Erfahrungen haben, es scheint aber nicht immer der Fall zu sein. Erste Frage die sofort aufkommt ist "Die haben doch dauernd Schnee, wieso sieht das so unvorbereitet aus?". Zweite Frage: "Noch ein Bus der die Strasse runterschliddert? Kommunizieren die nicht?"

Hier im Norden hat so gut wie niemand Schneeketten, wozu auch. Die zehn Minuten, die der Schnee hier üblicherweise liegen bleibt, kann man auch auf das Auto verzichten. Oder rechts ranfahren. In Regionen mit mehr Schneefall sieht das natürlich anders aus. Dort könnte TracknGo ein richtiger Megaseller werden (oder ist es möglicherweise schon). Die Kettenmodulle werden äußerst simpel unter den Geländewagen montiert und schon ist der Allrad-Jeep ein Kettenfahrzeug, dass auch richtig tiefen Schnee bewältigt. Die Teile werden sogar von der französischen Feuerwehr in den Alpen eingesetzt, kosten aber etwa 25.000$, keine Kleinigkeit also.