Während des Red Bull Threestlye Finale in Tokyo gab es viel Rahmenprogramm. Die teilnehmenden DJS bekamen reichlich Gelegenheit sich untereinander auszutauschen und auch die Judges waren meist dabei. Die perfekte Gelegenheit mit Größen wie Jazzy Jeff, Z Trip, QBert, D-Styles, Shortkut, Craze, Kentaro, Skratch Bastid, Grandtheft, Eskei83, Shintaro & Four Color Zack zu jammen. Die 40 DJs Cipher, genannt iScratch Tokyo, ist das größte bisher da gewesene Event dieser Art. Das macht es nicht unbedingt besser, dennoch ist es eine ziemlich abgefahrene Aktion. Der neue Pioneer S9 Mixer wird ebenfalls gut präsentiert. Ich muss gestehen, ich habe schon hart Bock auf das Teil.

DJing mal anders. Statt zweier Turntable hat DJ Ruthless Ramsey zwei Tapedecks rechts und links vom Mixer aufgebaut. Die Deckel sind abmontiert, sodass er die Kassetten mit dem Daumen scratchen kann. Ansonsten sind es handelsübliche Tapedecks und es funktioniert erstaunlich gut. Er hat ganze Sets mit mehr oder minder aktuellen Tunes und legt auch Übergänge und Backspins hin. Nicht immer ganz sauber, aber der Showeffekt gibt ein paar Bonuspunkte. Richtig abgefahren!

Die Produktion des einzig wahren Turntables, dem Technics MK II, wurde vor einigen Jahren eingestellt. Nun will Pioneer, die ohnehin Besitzer der DJ Traditions-Marke sind, ihr eigenes Erbe verbessern und bringen mit dem PLX-1000 einen Plattenspieler für Turntablisten und Club-Betrieb auf den Markt. Wirkliche Neuerungen gibt es kaum. Die Kabel sind mittlerweile nicht mehr fest im Gehäuse und es gibt einen drei-stufigen Pitch Regler (8%, 16% und 50%). In den Staaten ist der Preis 700$, also ein ganzes Stück günstiger als der MK II im Durchschnitt. Q-Bert und Shortkut sagen er wäre ein würdiger Nachfolger, wenn nicht besser. Wobei die wahrscheinlich auch auf ihrem Reisverschluss ein beeindruckendes Scratch-Feuerwerk erzeugen können... Ob der PLX-1000 hält, was Pioneer verspricht, und pb überhaupt noch Bedarf besteht, wird sich zeigen. Pioneer-PLX-1000-Q-Bert