Fotograf Jeffrey Stockbridge dokumentiert mit seinen Bilder seit Jahren die Drogenszene in Philadelphia bzw. dem ärmeren Stadtteil Kensington. Die Serie heisst Kensington Blues und diese kurze Doku sieht ihm über die Schulter, während er Abzüge seiner Bilder an einige der Drogensüchtigen verteilt, die er einige Zeit vorher aufgenommen hatte. Die Geschichten dazu sind oft sehr bitter, was nicht wirklich überrascht.

Inge Schulz ist 77 Jahre alt und haut sich die Nächte um die Ohren. Mit ihrem Piaggio Dreirad knattert sie durch Berlin und verkauft Sandwiches, Kaffee und Stullen im Milieu und dem Nachtleben. Man kennt sie, alle kennen die Schrippen-Mutti und wissen ihre Arbeit zu schätzen. Sehenswertes Portrait von Munchies, bei denen es noch ein paar mehr Details zu Inge und ihrer Geschichte gibt. Eine wunderschöne Geschichte.

In den 80ern hat Azie Faison 100.000$ pro Woche verdient. Mit dem Verkauf von Kokain in Harlem. Nichts worauf man wirklich stolz sein sollte, aber natürlich hat er viel zu erzählen. Der Film Paid in Full ist maßgeblich durch seine Geschichte inspiriert. Der Homie Pascal Kerouche hatte ihn schon mal vor der Kamera und hat ihn ebenfalls in seinem Buch Snapshot Stories gefeatured. Ein wirklich interessantes Interview, das mich an die Shore Stein Papier Webserie erinnert. Wenn auch vom oberen Ende der Drogen-Nahrungskette beobachtet.

Surfboards werden nicht gebaut oder getischlert, sie werden geshaped. Das ist, was Anton macht. Jeden Tag seit über 30 Jahren. Er war einer der ersten Shaper in Südafrika und ist mit seiner Marke Ferral den Insidern bekannt für teure, aber qualitativ hochwertigste Einzelanfertigungen. Dieses wunderschöne Portrait zeigt ihn bei der Arbeit und lässt uns einen Blick in seine Philosophie werfen.

Gut gemachte Portraits von klassischen Porsche kann ich mir immer wieder ansehen. Die Urban Outlaw Doku des Porsche Sammlers aus Los Angeles ist bisher noch immer das absolute Maß der Dinge, doch auch dieses kürzere Portrait von Jack Olson ist sehr sehenswert.

More often than not, classic car owners deliberate whether to use their cars as daily drivers or keep them as garage queens. Why can't one car be everything? Black Beauty, Jack Olsen's Porsche 911 RSR, gets the royal treatment in The 12-Gauge Garage, but it also proudly wears rubber on the street and the track.

Über Bradley Gunn, den spargeligen Raver in Radler Hosen und Bauchtasche, stolperte ich eher zufällig. Sein Clip mit den tanzenden Securitys hat mich direkt abgeholt, er ist aber sehr viel mehr, als dieser eine witzige Clip. Sein Style ist tatsächlich keine Lachnummer oder als Verarsche gemeint. Diesen Eindruck könnte man bei genanntem Clip kurz bekommen, das Portrait von ihm und seiner Einstellung zur Musik lässt aber sehr viel tiefer blicken. Ein geiler Typ, der sich unter der Woche einen Bürojob um die Ohren haut und an den übrigen zwei Tagen bzw. Nächten durchdreht.