Der Wiener Künstler HNRX hat sich auf Lebensmittel spezialisiert. Mal am Stück und quasi eine normale Wurst. Ein anderes Mal zerstückelt und kombiniert mit anderen Früchten oder auch Tieren, wie zum Beispiel die Zitrone als Kopf einer Fischgräte. Seine Graffitis zeichnen sich durch starken Realismus aus, die in mittlerweile in einigen europäischen Städten auf die Wand gebracht. Wir haben ein paar Bilder aus Berlin, Prag, Wien, München und Zürich in Petto. In seinem Portfolio gibt es aber noch einiges mehr zu sehen und seine Arbeiten sind auch als Print oder T-Shirt in seinem Shop erhältlich. Richtig gut!

Dieser Werbespot mit dem Titel "Inglorious Fruits" führt vor Augen, wie sehr wir mittlerweile auf genormtes Gemüseund Obst konditioniert sind. Alles was nicht der üblichen Form entspricht wird in der Regel direkt beim Erzeuger aussortiert, da es im Supermarkt-Regal ohnehin liegen bliebe. Der Verbraucher möchte seine Gurken bitte möglichst gerade. Schuld daran sind nicht zuletzt Supermarkt-Ketten selbst, wie auch der französische Intermarché, die mit ihrer neuen Kampagne genau dies bemängeln. Ich finde es daher ein wenig scheinheilig, aber besser späte Einsicht als nie. Natürlich wird positive Werbe-Wirkung auf die Marke auch gern mitgenommen, aber ich möchte nichts unterstellen.

Aalglatte Imagefilme und Werbeclips kennen wir bis zum Abwinken, dieser hier ist prinzipiell genauso und eben doch völlig anders. Denn statt für eine Bank oder eine Versicherung zu werben, bedient man sich zwar der selben durchaus hochwertigen Optik und vor allem der üblichen Tonalität dieser Filme, steht kein Branchen-Riese oder Konsortium im Mittelpunkt, sondern der Obststand Didi und sein CEO / Acquisition Executive Dieter Schweiger in München. Standartisierte Floskeln wie "Nachhaltigkeit", "Familienunternehmen mit Tradition" oder auch "ein Unternehmen für den Kunden" werden passend verwendet und schiessen natürlich eigentlich total über's Ziel hinaus. Ein großartiger Job der Agentur Al Dente. Image_Film_SLebn_is_a_Freid Image_Film_SLebn_is_a_Freid3

Ein Typographie-Fetisch ist keine Seltenheit unter Designern und auch Garret Steider macht in diesem Punkt keine Ausnahme. Eines seiner Projekte befasst sich mit dem Alphabet, das er komplett in Obst und Gemüse geritzt hat. Das klingt erstmal nicht unbedingt spannend, schließlich hat jeder schon mal aus Langeweile seinen Pausenbrot-Apfel mit dem Bleistift vergewaltigt bearbeitet (ich natürlich niiiie). Steider macht es aber etwas schicker. Sowohl das Handwerk als auch das finale Design inklusive der Interpretationen. Mehr Bilder, gibt's wie immer nach dem Klick und auf Steiders Flickr-Profil gibt es noch diverse Andere Projekte.