Nihashi heisst der Künstler in diesem Clip, viel mehr Informationen habe ich dazu leider nicht gefunden. Mit einem (vermutlich) vibrierenden Eispickel fräst er Formen in den Eisblock, lässt anschließend etwas Farbe hinein laufen und fertig ist die Skulptur. Das Motiv ist nicht so meins, macht aber nix, ich bin total geflasht. Wirklich sehr beeindruckend. Ice Cube wäre stolz auf ihn ;)

Bootsbauer Ben Harris hat in seinem Leben kaum anderes gemacht, als Holz zu verarbeiten. Am ende eines langen Arbeitsprozesses des gelernten Tischlers und Bootsbauers steht ein Boot, eine Yacht genauer gesagt. Komplett in Handarbeit erstellt. Das Portrait von ihm, seiner Arbeit und seiner Passion ist ebenso schön gedreht, wie auch inspirierend. Einer dieser Momente, in denen ich wünschte, auch einen Job zu machen, der etwas mehr Handwerk inne hat.

Ben has always loved wood. His mother said that his first word was ‘log’. He has been working with wood throughout the UK since the age of 15. First as an assistant to a cabinet maker, where he started by sharpening the tools and clearing up. He then developed his skills in furniture making and his passion for wood and forestry by working in broadleaf woodlands. Later he tuned his skills in bespoke oak-framed carpentry and went on to establish a sawmill and oak framing business in Scotland, sourcing timber from the local estates. In 2005 Ben moved to Cornwall to study boatbuilding. He has been building boats and sailing them ever since.

Ihr habt einen Lieblingsschuh, der nach all den Jahren noch immer die Weapon of Choice für alle Anlässe ist? Leider sieht man der Pusche mittlerweile jeden gelaufenen Kilometer an und die nächste Gelegenheit das ehemalige Schmuckstück zu rocken ist die Renovierung der eigenen 4 Wände? Dieser Jordan 4 OG von 1989 in Military Blue hat schon bessere Tage gesehen. Das Plastik der Sohle ist nur noch in Brocken vorhanden und die Farben sind eigentlich keine mehr. Youtuber RetroSnickers investiert viel Zeit und Mühe, bringt die Schuhe aber tatsächlich wieder in den alten Glanz.

Menschen die einen guten Job machen, sieht man gern bei der Arbeit zu. Das gute Ergebnis befriedigt mich mindestens genauso, wie die Arbeitenden selbst. Paradebeispiel in Sachen Teamwork und Perfektion sind für mich immer noch die beiden, die den Bushaltestelle-Schrtiftzug ausrollen. Hier wird ein Bürgersteig aus massivem Beton ausgerollt und quasi gleichzeitig planiert. Das Ergebnis ist glatt wie ein Baby-Popo und sieht perfekt aus. Ich mag das!

Heimwerkerking Fynn Kliemann erfüllt sich einen Traum und baut sich eine Miniramp. Warum? Einfach, weil er es kann. Ein Haus auf dem Land mit viel Platz drumherum und einige fähige skatende Handwerker im Freundeskreis, lösen beinah jedes Problem. Das Miniramp Tutorial ist etwas länger und wird daher in zwei Teilen serviert. Obwohl ich nicht in Betracht ziehe, demnächst ebenfalls eine Miniramp zu bauen, bleibe ich dran kleben. Wie eigentlich immer beim Kliemann. Seriöses Material mit äußerst hohem Unterhaltungswert.

Sollte es irgendwann mal nötig sein, würde dieser Typ nicht nur überleben, er wäre in der Lage vergleichsweise luxuriös zu residieren. Auf seinem Blog Primitive Technology stellt er seine Projekte vor. Grundsatz ist stets, nichts zu nutzen, was bereits irgendwie behandelt wurde. Er stellt alles selbst her. Vom einfachen Feuer machen bis zum Bau einer Axt. Er beherrscht sein Handwerk. Das Haus aus Lehm, Lehmhütte ist völlig untertrieben, hat er komplett mit Dachschindeln und Fußbodenheizung gebaut. Die Dachschindeln hat er in einem kleinen Hochofen selbst gebrannt. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. All das, aus dem Nichts und nur mit Dingen, die er im Dschungel fand. Für den kompletten Arbeitsprozess hat er 102 Tage gebraucht, ohne Schlechtwetter Pausen wäre er allerdings mit 66 Tagen hingekommen. Sehr faszinierend und inspirierend, muss ich sagen.

Hätte ich mir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie die riesigen Mosaike früher gefertigt und gelegt wurden, hätte ich es mir trotzdem nicht so aufwendig vorgestellt. Dieser Film zeigt die Fertigung vom Ton, der in Formen gepresst wird, zur gebrannten Kachel, die zugeschnitten und anschließend verlegt wird. Ein uraltes Handwerk ausgeübt in Perfektion. Allein das filigrane zurecht klopfen mit den riesigen Werkzeugen finde ich unfassbar beeindruckend. Den kompletten Aufwand sowieso.

Zeichen und Schilder aus echten Neon-Röhren sieht man mittlerweile in etwa so oft, wie handgemalte Schriftzüge auf Fensterscheiben von Geschäften. Das Handwerk ist aus der Mode gekommen, obwohl es immer noch sehr cool aussieht. Andrew Hibbs hat die Kunst des Glas-blasens vor 13 Jahren von seinem Vater erlernt und baut seitdem Schriftzüge aus Neonröhren. Ein ziemlich abgefahrenes Handwerk und ein sehr schicker Film, wie ich finde.

The craft of neon sign bending is an uncommon art. Passed down through the generations, Andrew Hibbs represents what is means to make a living out of bending light.

Den frisch gekrönten norddeutschen Heimwerker-König Fynn Kliemann haben wir schon Anfang der Woche mit seinem Mauerbau-Tutorial gefeatured. Nachdem ich an meiner ersten eigenen Mauer bereits gescheitert bin, habe ich mich weiter in seinen Rezepten umgesehen und die Anleitung für den Hühnerstall im Bauwagen gefunden. Auch hier wird etwas rustikal gearbeitet, aber das macht's am Ende sympathisch.

Es guckt ein bißchen drüber, ein bißchen drunter. Hier drin sollen Hühner wohnen, keine Päpste.

"Für uns Handwerker ist die Reputation eins der wichtigsten Verkaufsargumente" sagt Handwerker Fynn Kliemann und liefert mit diesem Tutorial "Mauerbau für Anfänger" gleich ein perfektes Beispiel für brilliantes Eigen-Marketing. Wer denkt 7 Minuten könnten zu lang sein, wird schon in den ersten 30 Sekunden eines Besseren belehrt. Seine Mischung aus Knowledge und Outtakes ist perfekt. Ich bin drauf hängen geblieben, habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und bin jetzt bereit meine erste eigene Mauer zu errichten. Mission erfüllt lieber Fynn.

Vor einigen Jahren waren Augenprothesen noch sehr viel eindeutiger zu erkennen als heute. Oft passte das eine Auge nicht zum anderen, sah einfach nicht echt, oder schlicht furchtbar, aus. Mittlerweile hat sich hier viel getan und Augenprothesen sind sehr viel realistischer geworden. Im Moorfield Eye Hospital werden von einem spezialisierten Team jährlich etwas 1400 Prothesen in Handarbeit gefertigt. Dieser kurze Film zeigt die Herstellung und das Handwerk dahinter. Ziemlich abgefahren und beeindruckend, an manchen Stellen nicht unbedingt für empfindliche Menschen geeignet.