Irgendwie Foodporn aber doch ganz anders, eher Fooddesign. Das niederländische Designstudio Lernert & Sander hat diese Arbeit komplett analog durchgeführt. Obst und Gemüse wurde ungegart in Würfel mit der exakten Kantenlänge von 2,5cm geschnitten. Das Ergebnis sieht schlicht großartig aus.

Die Stadt Andernach im nördlichen Rheinland-Pfalz hat sich den Titel der essbaren Stadt gegeben. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass auf diversen öffentlichen Flächen gegärtnert werden darf. Jeder darf anpflanzen und auch ernten. Unterstützt wird finanziell von der Stadt, es arbeiten auch städtische Angestellte auf den Flächen, aber nicht nur. Es gibt viele Freiwillige, die bereit sind mitzuhelfen. Ich finde die Idee großartig und absolut nachahmenswert. Die Euphorie der Dame ganz zu Anfang kann ich nur teilen.

Das find ich sagenhaft. Wo früher nur Efeu wuchs, das da jetzt was essbares wächst. Und vor allen Dingen, wir dürfen das ernten. Da steht kein Schild:" Rasenfläche betreten verboten" sondern erlaubt. Pflücken erlaubt.

Die Auberginen sind die Drums, die Trauben sind das Glockenspiel, die Erdbeeren sind die Melodie. Musiker und Tüftler J.Viewz nutzt in diesem Clip Obst und Gemüse als Midi-Controller für seinen Sampler. Der technische Kniff dahinter ist denkbar simpel, hier geht's um die Idee. Mit seinem Marktstand-Arrangement covert er Massive Attacks "Teardrop", zum Ende hin wird es ziemlich wild, aber witzig ist es allemal. Das Original der Band findet Ihr ebenfalls nach dem Klick. Auf seiner Webseite findet ihr ein komplettes Album und diverse Interviews und Behind the Scenes. Alles sehr sehenswert.

Wer sich zuhause ein Sandwich macht, wird in nahezu 100% aller Fälle auf Produkte aus dem Supermarkt, dem Bioladen oder vom Marktstand zurück greifen. Gelegentlich kam bei mir mal eine selbst angebaute Tomate dazwischen, das war aber auch das höchste der Gefühle. Andy George widmet sich auf seinem Youtube Kanal allem selbst gemachten. Er stellt Dinge in kompletter Eigenarbeit her. Er backt das Brot für's Sandwich nicht nur selbst, er baut auch das Getreide an. Er hat seinen eigenen Käse aus Kuhmilch hergestellt, Bienen für den Honig gezüchtet, ein Huhn geschlachtet und sogar sein eigenes Salz aus Meerwasser gewonnen.

Dieser Werbespot mit dem Titel "Inglorious Fruits" führt vor Augen, wie sehr wir mittlerweile auf genormtes Gemüseund Obst konditioniert sind. Alles was nicht der üblichen Form entspricht wird in der Regel direkt beim Erzeuger aussortiert, da es im Supermarkt-Regal ohnehin liegen bliebe. Der Verbraucher möchte seine Gurken bitte möglichst gerade. Schuld daran sind nicht zuletzt Supermarkt-Ketten selbst, wie auch der französische Intermarché, die mit ihrer neuen Kampagne genau dies bemängeln. Ich finde es daher ein wenig scheinheilig, aber besser späte Einsicht als nie. Natürlich wird positive Werbe-Wirkung auf die Marke auch gern mitgenommen, aber ich möchte nichts unterstellen.

Jeder kennt das, ihr braucht nicht lügen. Gelegentlich wird das Schälchen mit den - eben gerade noch - frischen Erdbeeren im Kühlschrank vergessen. Es kommt dir vor als hättest du sie gestern erst gekauft und schon am nächsten Tag, ziert

Ein Typographie-Fetisch ist keine Seltenheit unter Designern und auch Garret Steider macht in diesem Punkt keine Ausnahme. Eines seiner Projekte befasst sich mit dem Alphabet, das er komplett in Obst und Gemüse geritzt hat. Das klingt erstmal nicht unbedingt spannend, schließlich hat jeder schon mal aus Langeweile seinen Pausenbrot-Apfel mit dem Bleistift vergewaltigt bearbeitet (ich natürlich niiiie). Steider macht es aber etwas schicker. Sowohl das Handwerk als auch das finale Design inklusive der Interpretationen. Mehr Bilder, gibt's wie immer nach dem Klick und auf Steiders Flickr-Profil gibt es noch diverse Andere Projekte.