Kürzlich ging schon ein Entwurf von Leon Keers (hässlichste Webseite, die ich seit langem gesehen habe übrigens) Lego-Armee aus Kreide durch's Netz. Ein paar Tage später nun gibt's das komplette Werk zu sehen und es ist unglaublich! Zu viert wurde insgesamt beinahe 5 Tage an dem 9x12m großen Bild auf der Strasse gemalt. Das Resultat ist ein Werk mit einer derart starken 3D Wirkung, dass ich die beiden Bilder aus der anderen Perspektive zunächst für komplett andere Pieces gehalten habe. Sein Bild ist entstand im Rahmen des Chalk Festival Sarasota in Florida. The Terracotta Army is a collection of terracotta sculptures depicting the armies of Qin Shi Huang, the first Emperor of China. The figures, dating from 3rd century BC, were discovered in 1974 by some local farmers in Lintong District, Xi’an, Shaanxi province, near the Mausoleum of the First Qin Emperor. The figures vary in height, according to their roles, with the tallest being the generals. The figures include warriors, chariots, horses, officials, acrobats, strongmen and musicians. Current estimates are that in the three pits containing the Terracotta Army there were over 8,000 soldiers, 130 chariots with 520 horses and 150 cavalry horses, the majority of which are still buried in the pits. Die restlichen Bilder gibt's nach dem Klick.

Nils Petter Löfstedt und Erik Westman haben zwischen Januar und Mai 2009 ein verstecktes Wohnzimmer in einer Höhle unter einem Pier im schwedischen Malmö gebaut. In nächtlichen Ausbauaktionen haben sie den Raum gestaltet, gestrichen, einen Holzfußboden verlegt und sich so innerhalb von sechs Monaten einen gemütlichen Wohnraum namens "The Pier" erbaut, den sie mit einer Eröffnungsparty einweihten. "The Pier" ist für jeden geöffnet, der dort zu Besuch vorbeischauen möchte oder einen Platz zum schlafen braucht. Hier ein paar fotografische Impressionen des Entstehungsprozesses. Die Bilder des Entstehungsprozess wurde auf einer Fotoaustellung in Stockholm gezeigt und mit "The Pier" auch eine Kurzdoku (Teil 1 / Teil 2) zu dem Projekt gedreht. Hier der Trailer.. [vimeo]http://vimeo.com/15835421[/vimeo]

Es ist ja immer wieder die eine Frage: "Ist das Kunst?". Was macht es dazu? Liegt es nur im Auge des Betrachters? Brauche ich einfach mehr Kontextwissen, wenn jemand Kreise in Fliederfarben malt und diese ausstellt? Ist es Technik, kommt es aus dem Bauch heraus? Ist es ganz simpel kreativ menschlicher Ausdruck? Könnten das auch die Mädchen und Jungen einer Kita-Gruppe produzieren? Ist das zu none-intentional? Oder ist das none-intentional art? Oder machen wir uns einfach zu viele Gedanken darüber? Produzieren wir abgekoppelt vom Erschaffer in der Rezeption Kunst und Nicht-Kunst? Gibt es Kriterien außerhalb der eigenen Wahrnehmung und Konstruktion? Oder ist Art manchmal einfach nur fART und heiße Luft? Weiß ich doch nicht. Aber ein Glück machen sich auch die Freaks von "livedaybyday" darüber Gedanken. Köstlich. [vimeo]http://vimeo.com/19641950[/vimeo] via IHeartPluto

Diese sehr einfache und farbenfrohe Idee von Holton Rower hat in ihrem Entstehungsprozess etwas sehr psychedelisch-meditatives. Wie die Farben in kurzer Frequenz übereinander gegossen werden, sich ihren Weg Richtung Erde bahnen und dabei in dieser Fusion Formen hinterlassen, ist sehr simpel, aber maximal befriedigend. Ich wusste gar nicht wie viele Farben es neben Rot und Grün noch gibt. Mit diesem Bild hätte man einen ganzen Häuserblock aufmotzen können. [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=d6egUsZvWu4&feature=player_embedded#at=33[/youtube] via OpenCulture

Kulturelle Demokratie oder kultureller Durchschnitt? Emanzipativer Befreiungsschlag oder künstlerische Totalverflachung? Die neue Doku "Press Pause Play" beschäftigt sich mit der Frage, welche Richtung Kunst im digitalen Zeitalter einnimmt, in dem jede/r mit den kostengünstigsten Mitteln in der Lage ist, sich künstlerisch zu betätigen und per Mausklick die Möglichkeit hat, das eigene Schaffen weltweit unter Millionen zu verbreiten. Das ist gut. Und um den ganzen Schrott wieder auszusortieren, der sich dabei so zusammenhäuft, habt ihr ja unter anderem auch uns. Die Gebrüder Buzzter und Chai = gleich "Men At Work". Die Doku wurde von David Dworsky und Victor Köhler gedreht und lässt unter anderem Moby, Seth Godin, Robyn, Seth Parker, Hot Chip, Keith Harris und Bill Drummond zu Wort kommen. (via Polkarobot) [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=MterbpYTyjM&feature=player_embedded[/youtube]

Unter uns Teenagern damals eher bekannt als "Ferris macht blau" war "Ferris Bueller's Day Off" ebenso prägend wie "The Goonies". Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass ich diesen Film im Rahmen eines "Kindergeburtstages" im Kino gesehen habe. Hallo? Wir sind schier ausgerastet, als wir alle von den Eltern meines Freundes ins Kino eingeladen wurden und der herrliche Tag nicht wie sonst mit einer Klarsichttüte voll mit Schokolade für den Heimweg endete, sondern mit Fleisch bei McDonalds. Hallo? McDonalds? Big Mäc? Ein zeitloses Highlight, an dass ich mich immer wieder gern zurückerinnere, weil es so etwas Besonderes war und der vegetarische-permanent Cineast heute nur darüber schmunzeln kann. Aber "Ferris macht blau" liebe ich immer noch und das Board Game zum Film, welches jetzt in der "The Road to Shermer: A Tribute to John Hughes"-Show ausgestellt wird, würde ich auch mit zum Spieleabend bringen. Das Brettspiel wurde von Max Dalton entworfen und erinnert grafisch in seiner nostalgischen Machart an verstaubte Boardgames, die ich mit 10 Jahren bei Besuchen von Freunden meiner Eltern aus irgendeiner Rumpelkammern gezogen habe und die von einer längst vergangenen Zeit erzählten, als die nun entwachsenen Kinder des Hauses und ihre Eltern noch unter einem Dach vereint waren. (via /Film)

Der Tableau von John Kestner verbindet analoge und digitale Welt. Er ist ein kleiner Beistelltisch mit eingebautem Scanner und Drucker. Dadurch ist es möglich von einem Twitter-Account Fotos an das Innenleben der Schublade zu senden, die dann dort ausgedruckt werden. Sieht man den Schubladenknopf blinken, weiß man, dass einiges los ist im Schränkchen, in dem nach dem Öffnen dann tatsächlich haptisch zu bestaunende Bilder liegen. Das ganze funktioniert aber auch von analog auf digital. Es ist möglich eine Notiz zu schreiben oder ein Party-Polaroid vom letzten Abend in die Schublade zu legen, welche dann eingescannt und an Twitter-Account zurückgesendet werden. Zur Zeit kann man das Zauberkästchen auf der Saint Étienne International Design Bienniale unter die Lupe nehmen. 2011 wir das ganze produziert. (via Spreeblick) [vimeo]http://vimeo.com/17280777[/vimeo]

Dave Devries hat sich von den Zeichnungen seiner Nichte dazu inspirieren lassen aus den Kofpfüßlern, Kreaturen und kreativen Ergüssen, realistische Bilder zu entwickeln, die Ausgangspunkt für ein von ihm herausgebrachtes Buch und eine Ausstellung waren. Das ganze Projekt nennt sich "The Monster Engine" und es ist unglaublich schön anzusehen. Hier das kindliche Vorher und das neu anzusehende Nachher. (Danke Pedram und Pxleyes)

Was passiert, wenn man die unterschiedlichsten Farbtropfen zwischen zwei transparenten Acetat Folien gefangen hält und das Ganze von unten filmt? Ein farbenfrohes Fest von "non-intentional art". Das sieht sehr schön aus und erinnert mich an den guten Stan Brakhage, der ja unter anderem bekannt dafür geworden ist, dass er auf Film malte und kratzte, damit ebenso schöne Bildkompositionen kreierte und diese z.B. in "Dog Star Man" noch in einen erzählerischen Gesamtzusammenhang stellte. So weit geht "Aerosol Amoeba" nicht, aber ein visueller Augenschmaus ist damit trotzdem gelungen. Einfach, aber einfach schön. Ich kann jedem Kunstinteressierten nur empfehlen sich in das Werk von Brakhage reinzufuchsen. Er gilt nicht umsonst als einer der wichtigsten experimentellen Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Seine Kunst wurde z.B. aufgegriffen in den Opening Credits von "Seven" von David Fincher. Schüler von Brakhage waren unter anderem die Erfinder von "South Park" Try Parker und Matt Stone, in dessen Studentenfilm "Cannibal! The Musical" er auch mitspielt. Ich besitze die Criterion Collection Blu Ray Box von Brakhage und komme bei abgedunkeltem Zimmer vor meinem riesigen Fernseher manchmal nicht mehr aus dem Staunen raus. Was ist das? Und warum ist es so komisch? Und so schön? (via Wooster Collective) [vimeo]http://vimeo.com/16585691[/vimeo] Die "Prelude" zu "Dog Star Man" und die Opening Credits zu "Seven" gibt es nach dem Klick...

Sonntag ist Ruhetag. Wahrscheinlich muss das der liebe Gott beim Wäscheaufhängen vergessen haben. Es war die Woche über einfach wieder viel zu viel zu tun. Hier mal nen Erdbeben, da mal nen Heiligen Geist verschicken und die letzten Gespräche mit dem Christkind bevor die stressige Hauptsaison wieder los geht. Aber die eigene Prämisse des Ruhens muss ihm dann doch plötzlich wieder eingefallen sein, so dass er die Wäscheklammer kurz zwischengeparkt und wieder ins Bett gegangen ist. Schlaf schön....vielleicht war es aber auch nur Mehmet Ali Uysal mit einer göttlichen Eingebung. (via Rebel:Art) http://www.flickr.com/photos/mmarsupilami/5078668165/in/photostream/