Destructed Magazine No.22 – „This is all wrong“

Das Destructed Magazine ist ein Kunst- und Design Magazin im PDF-Format, welches vierteljährlich erscheint und Künstler und Designer aus der ganzen Welt pro Ausgabe zu einem bestimmten Thema zusammenbringt, die im kreativen Zusammenspiel ihre Ideen austauschen und in einem losen Zusammenschluss interagieren und als Kollektiv fortbestehen lässt. Entstanden aus der inneren Sehnsucht den eigenen künstlerischen Prozess aus dem Zwang einer berufsbedingten Verwertungslogik zu befreien, versteht sich „Destructed“ als eine Art türeintretender Befreiungsschlag, um gemeinsam mit Gleichgesinnten neue kreative Wege zu beschreiten und sie auf einer nicht-kommerziellen Plattform auszustellen.

Hier geht’s zur neuen Ausgabe: This is all wrong

„This is all wrong“ oder „Dies ist alles falsch“, eine Feststellung oder das Bewusstsein über eine Angelegenheit, die sich offensichtlich nicht im Einklang mit einem individuellen Geisteszustand befindet. Als solche bleibt sie nicht zwingend das Resultat einer Sache, der man mit Ablehnung begegnet, sondern bietet darüber hinaus Möglichkeiten über die Distanzierung eine neue Position zu anderen Objekten einzunehmen. „Dies ist alles falsch“ besitzt als Endpunkt einer Überlegung zweifelsohne einen destruktiven Charakter, zeigt aber im gleichen Maße auf die Dinge, die uns richtig erscheinen. Doch wo sind diese Dinge aufzufinden?
Zu der Feststellung „Dies ist alles falsch“ verleiten nicht ausschließlich die mannigfaltigen Ausprägungen des Alltags, dennoch wird sie in ihnen wahrscheinlich am deutlichsten sichtbar. Im Verhältnis zurück gewiesener Objekte zu den Akzeptierten zeigt sich die geringe Übereinstimmung mit einer synthetisch erscheinenden Umgebung.
In der Verdinglichung der eigenen ästhetischen Praxis, speziell im Rückblick auf diese, spielt „Dies ist alles falsch“ eine besondere Rolle. Die Aussage manifestiert sich in der Retrospektive auf das eigene Werk bisweilen als ein dumpfes Gefühl des Unbehagens. „Dies ist alles falsch“ kann als die Zweckmäßigkeit des künstlerischen Experiments betrachtet werden, als dessen Schlussfolgerung und Triebfeder eines erneuten Versuchs.“

(via 1inchforward)