Der meistgesamplete Break der Welt und seine Geschichte

Amen_break_notation

Gehört hat ihn wirklich schon jeder, doch nicht jeder kann ihn einordnen und noch weniger wissen woher der 6 Sekunden Drumbreak stammt, der ganz sicher Musik-Geschichte geschrieben haben. Ein Youtube-Video gibt ausführlichst Nachhilfe-Unterricht und liefert alle möglichen Hintergrung-Infos.

1969 coverten The Winstons einen Gospel-Song namens “Amen” und interpretierten ihn neu als “Amen Brother”. Einem Instrumental-Track, der die B-Seite ihrer Grammy-Gewinner-Single “Color Him Father” zierte.

Gregory C. Coleman ist der Drummer des Breaks und hat sich damit ein Denkmal gesetzt. In HipHop, Jungle, Drum and Bass und später auch Pop & Rock wurden die 4 Takte so oft gesamplet wie kein anderer Loop. Ob im ganzen, in einzelne Stücke geschnitten und neu zusammen gesetzt, ob schneller oder langsamer. Der Break ist nicht tot zu kriegen. Vom Ding her müsste Mr. Coleman ausgesorgt haben, denn nach aktuellem Musik-Recht dürften die Tantiemen sein Konto sprengen. Ob das der Fall ist, ist nach wie vor unklar, wird aber anscheinend stark bezweifelt. Anscheinend muss er sich mit dem Ruhm begnügen. Das ist zwar auch schön, macht bloß leider nicht satt.

Für unsere Drummer und Producer, die sich an dem Break versuchen wollen gibt’s hier die Notation des Breaks:

Amen_break_notation

Außerdem ein paar der prominentesten Sample-Beispiele. Ich lasse mich gern belehren was die Vollständigkeit angeht, es werden sicher einige Namen fehlen.

2 Live Crew: “Feel Alright Yall”
3rd Bass: “Wordz of Wisdom”
4 Hero: “Escape That”
Amon Tobin: “Nightlife”
Aphex Twin: “Boy/Girl Song”
Atari Teenage Riot: “Burn Berlin Burn”
Brand Nubian: “The Godz Must Be Crazy”
Deee-Lite: “Come on In, the Dreams are Fine”
Dillinja: “The Angels Fell”
Eric B & Rakim: “Casualties of War”
Freestylers: Breaker beats
Goldie: “Chico: Death of a Rock Star”
Ltj Bukem: “Music”
Nice & Smooth: “Dope Not Hype”
NWA: “Straight Outta Compton”
Oasis: “Do Y’Know What I Mean”
Roni Size: “Brown Paper Bag” (Nobukazu Takemura Remix)
Salt-N-Pepa: “Desire”
Scarface: “Born Killer”

Und zu guter Letzt natürlich das Video, das den Anstoß zu meinem Post gab. Der Erzähler ist wirklich denkbar langweilig und wirkt geradezu hypnotisierend, doch es lohnt sich durchzuhalten, ehrlich!

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=5SaFTm2bcac[/youtube]

Danke an Mixwell für den Tip!