#FutureMusicCity – Hamburgs Clublandschaft braucht Unterstützung

FutureMusicCity

Hamburg hat ein großes Problem. Die Stadt ist einfach zu beliebt und daher sehr voll bzw. sehr eng. Nahezu alle verfügbaren Flächen sind bebaut, belegt und werden immer teurer vermietet. Kultur, nicht nur Musik, braucht Raum zur Entfaltung. Nischenkunst kann sich keine hohen Mieten Leisten. Das Clubkombinat Hamburg hat gerade die #FutureMusicCity Petition gestartet, um auf das Clubsterben aufmerksam zu machen, denn nur mit Hilfe offizieller Unterstützung seitens der Stadt, kann reguliert werden. Je mehr Unterschriften zusammen kommen, desto besser natürlich.

Sollte Euch an Musikkultur und Vielfalt in Hamburg gelegen sein, unterschreibt Ihr bitte hier.

Leuchtende Musikstadt Hamburg – und dennoch: Lärmbeschwerden von AnwohnerInnen und benachbarten Hotelgästen, Pflichtgebühren für unnötige Parkplätze, Mietsteigerungen, wachsenden Behördenauflagen und GEMA-Aufwänden nagen an der Substanz von Musikclubs.

Wenn wir nichts unternehmen, sind die Ausgehviertel in ein paar Jahren geprägt von eintöniger Konservenmusik oder liegen wahrscheinlich ganz am Stadtrand, wo Mieten eventuell noch bezahlbar sind und niemand sich von den Club-Sounds gestört fühlt. Der Immobilienboom verschärft Konflikt um nutzbare Flächen. Musikclubs können beim Wettbieten häufig nicht mithalten und werden verdrängt. Selten verfolgt Stadtentwicklung einen zielgerichteten Ansatz, um Musikstätten frühzeitig in die Planungen zu integrieren.

Eine der vielfältigsten und lebendigsten Live-Musikszenen in Deutschland zu beherbergen, ist ein Pfund, das mehr in das Bewusstsein der politischen Entscheider verankert gehört. Viele KünstlerInnen starten auf unseren Musikbühnen ihre Karrieren und treten bei uns das erste Mal vor Publikum auf. Live-Musikclubs und kleinere Festivals sind Trendsetter und Brutstätten für die Stars von morgen. Künftig können sich selbst Menschen, mit Leidenschaft und Idealismus nicht mehr leisten in zentraler Lage einen Club zu eröffnen. Künstlerkarrieren wie Bosse, Deichkind, Jan Delay, Kettcar, BOY & Co können sich in Hamburg dann nur noch seltener entwickeln.

Wir sind über 140 Hamburger Musikclubs und Veranstalter, die sich im Clubkombinat Hamburg e.V. vereint haben – u.a. altonale, Cotton Club, Docks, freundlich & kompetent, Hafenklang, Knust, Logo, Moloch, Molotow, Prinzenbar, Uebel & Gefährlich und Waagenbau. Erhebe mit uns Deine Stimme für eine vielfältige und kreative Clublandschaft in Hamburg.

FutureMusicCity

Foto: Clubkombinat Hamburg

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