Grufti Teenager in der DDR feiern Robert Smiths Geburtstag (1990)

Als The Cure richtig aktuell waren, steckte ich noch mitten in meiner pubertären Metal-Phase. Mir war das zu soft. In meinem Freundeskreis gab’s aber durchaus einige Fans der Band, vor allem unter den älteren Geschwistern, fanden sich einige sehr blasse Menschen mit sehr tupierten Haaren, die mich damals immer an Lumpi aus “Der kleine Vampir” erinnerten.

Dieser Film zeigt einige Jugendliche ungefähr am 21. April 1990, dem Tag an dem Robert Smith seinen 31. Geburtstag feierte. Dokumentarfilmer sind zu der Zeit unterwegs, um Stimmungen des Umbruchs im wiedervereinigten Deutschland einzufangen. Das ist hier ziemlich gut gelungen, wie ich finde. Ein sehenswertes Zeitdokument.

Jugendliche, die nicht wissen, wohin die Reise geht. Der eingegrenzte Lebensweg und die vom Sozialismus vorgegebene Lebensweise sind nicht mehr existent. Alles scheint möglich und doch scheint nichts erreichbar. So treffen sie sich unter einer Brücke, trinken russischen Wodka und lauschen den Klängen ihres Idols. Man fragt sich, was hinter dem Schleier des Alkohols in den Köpfen der Jugendlichen vorgeht, welchen Weg sie gegangen sind und wie ihr Leben nun aussieht.

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Via Spontis & KFMW